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„Kunden wollen Löcher und keine Bohrer“Montag, 9. Februar 2004Strukturwandel und Mittelstand, Referent: Prof. Dr. Dr, h.c. Johann Löhn OLDENBURG/ HLS - Dem Marketing-Club Weser-Ems gelang es erneut einen hochkarätigen Referenten zu verpflichten. Schatzmeister Uwe-Jens Kruse präsentierte im Hause der OLB in Oldenburg vor über hundert Mitgliedern und Gästen Prof. Dr. Dr. h.c. Johann Löhn, Regierungsbeauftragter für Technologietransfer Baden-Württemberg. Prof. Löhn verdeutlichte an zahlreichen Beispielen wo er Chancen und Risiken für mittelständische Unternehmen im Strukturwandel sehe. „Zu viel Produktion plus geringere Abnahme erzeugt weniger Arbeitsplätze; das ist ein Naturgesetz,“ so der Vorstandsvorsitzende der Steinbeis-Stiftung. Aber jammern ist nicht die Sache von Prof. Löhn. Wer sich dem Wandel stelle und er kenne eine Reihe von unbekannteren mittelständischen Unternehmen, die dies erfolgreich tun, beweise echtes Unternehmertum und verdiene gutes Geld. Technologien zu beherrschen, nicht beliebig austauschbar sein und Qualifizierung sind für Löhn wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. „Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.“ Unzureichende Finanzierung, geringe Eigenkapitalquoten aber auch ein Übermaß an Subventionen sind Hemmschuhe für die Entwicklung des Wirtschaftstandortes Deutschland. Löhn’s Vorschlag ist einfach aber auch revolutionär: Abschreibung auf Eigenkapital. „Diese Forderung erfreut keinen Finanzminister, würde aber mittelfristig das Wirtschaftswachstum fördern.“ Die erotische Beziehung der Deutschen zu Formularen sei ein Grund für die Regulierungswut, die für den Standort Deutschland Nachteile bedeuten. Dieser gelte es auch in den eigenen Unternehmen zu begegnen. Unternehmenswerte und regionale Identität werden in Zukunft eine große Rolle spielen, so Löhn. „Nur wer seine Märkte, seine Kunden und seine Mitarbeiter kenne und diese ihn, sei glaubwürdig und damit erfolgreich.“ Mehr Informationen zur Steinbeis-Stiftung finden Sie unter www.stw.de |













