Verbesserung der Kommunikations durch Sound Branding
Mittwoch, 20.03.2006
Akustische Markenführung, Oldenburg, im März 2006
Dass Musik Emotionen weckt, wissen wir alle. Klänge haben eine unmittelbare Wirkung. Wir können nicht weghören. Verbunden mit einem visuellen Eindruck kann sich kaum einer der Botschaft entziehen. Warum aber hat das Marketing diese Tatsache so spät für sich entdeckt?
Karlheinz Illner ist Geschäftsführer von sonar. brandandmusic aus München, der führenden Beratungsagentur für akustische Markenführung in Deutschland. Illner folgte einer Einladung des Marketing-Clubs Weser-Ems. Und wo konnte sein Vortrag besser platziert sein als im Oldenburger Haus des Hörens.
Viele große Firmen wie z. B. die Telekom, nahezu alle Automarken, aber auch Mac Donalds („Ich liebe es“) verfügen heute über ein so genanntes Sound Logo. Dieses akustische Zeichen ist durchaus vergleichbar mit den klassischen Kommunikationswerkzeugen wie z. B. visuelles Logo, Typografie, Gestaltungsraster und Kernfarben. Es zeichnet die Marke eindeutig aus, es unterstreicht den Wiedererkennungswert und vor allem transportiert es Emotionen.
Nicht nur in TV- oder Radiospots kommen Sound-Effekte zum Einsatz. Das Spektrum ist weit größer. Erfolgreiche Marken haben längst umfangreichere Verwendung dafür: Klingelton, Telefonschleife, Messestand, Produkt, Websites bis hin zum Internet-Radio. Auch die Point-of-Sale (POS) Beschallung, d. h. gezielt zum Produkt eingesetzte Klänge jenseits vom Kaufhausgedudel, erobert mehr oder weniger unbewusst die Kunden.
„Akustische Markenführung erfordert ein Umdenken im Marketing-Alltag“, so Illner. Dabei plädiert er für einen bewussten Umgang mit Klängen. Doch wie findet ein Unternehmen „seinen“ Sound? Die Herangehensweise ist genauso wie in der visuellen Welt. sonar. brandandmusic vermittelt wie eine traditionelle Werbeagentur zwischen Unternehmen und Markt. Mit dem Unterschied, dass es hier um akustische Elemente geht.
Zuerst erfolgt eine Analyse: Wer ist die Zielgruppe? Was macht der Wettbewerb? Welche akustischen Elemente wurden bisher verwendet? Und wo soll es eingesetzt werden? In der zweiten Phase stellt sich die Frage: Wie soll es klingen? Alle Fragen richten sich primär danach, welche Markenwerte akustisch übersetzt werden sollen. Erst, wenn die Antworten gefunden wurden, beginnt die Kreativ-Phase.
Deutlich wurde, dass immer mehr Unternehmen den Wert einer akustischen Darstellung erkennen. Sie steht durch Emotionalistisierung für die Stärkung der Marke und damit für eine messbare Umsatzsteigerung. |