Inhalt
Auch Inlandsproduktion tragbarSamstag, 16. Juni 2007
Dreibergen - Karl-Heinz Kleimann war der Motor der Club-Gründung 1992. Jetzt zog er sich zurück. Von Rüdiger zu Klampen Schuhe kann man auch in Deutschland profitabel produzieren. Das macht die Firma Lloyd aus Sulingen vor. Sie setzt auf hochwertige Produkte und eine unverwechselbare Marke mit ihrem roten Streifen, wie der Geschäftsführer Maximilian Müller beim Marketing-Club Weser-Ems in Dreibergen (Kreis Ammerland) erläuterte. Lloyd war 1888 in Bremen gegründet worden. Schon 1905 wählte die Eigentümerfamilie Meyer gezielt einen Namen, der fast überall auf der Welt ausgesprochen werden kann und Nähe zur Geschäftswelt ausstrahlt: Lloyd. Die Erfolgsstory auch im Ausland begann. 1942 wurde die Fabrik nach Sulingen ausgelagert. 1997 übernahm die Ara-Gruppe das Unternehmen. Ihr habe man nachgesagt, dass sie Schuhproduktion in Deutschland für unmöglich halte, so Müller. Er kämpfte. In einem neuen Werk habe man dann „die bisherige Schuhfabrikation auf den Kopf gestellt“. Teamarbeit wurde eingeführt. Allerdings ging es auch bei Lloyd nicht ohne Verlagerungen in ein Billiglohnland (Rumänien). Aber immerhin ein Drittel der 1,6 Millionen Paar Lloyd-Schuhe pro Jahr – besonders hochwertige – werden in Sulingen gefertigt. Jetzt versucht das Management, das Marketing mit einer eigenen Shop-Kette zu perfektionieren und weitere Lloyd-Produkte zu kreieren. |














