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Die Kunst, Tacheles zu reden15 02 2007Artikel über Vortrag am 12. Februar 2007 Konflikte lauern im Arbeitsalltag überall. Gerade Führungskräfte können ihnen schwerlich aus dem Wege gehen. Und wenn sie es doch tun, dann endet das meist katastrophal. Aber wie mit Konflikten umgehen? Nathalie Krahé, Diplom-Psychologin und Fairness-Coach aus Giessen, wusste Antworten auf diese Frage. In ihrem Vortrag „Die Dosis macht das Gift: Harmonie um jeden Preis?“ verdeutlichte die Psychologin, das Führungskräfte durchaus erfolgreich Konflikte austragen müssen und aushalten können. Ihre Devise: „Schluss mit der Maskerade“, Führungskräfte müssen mit offenem Visier Konflikte angehen. „Konflikte können immer auch Fortschritte bringen in unserer Beziehung zu anderen“, so die These der Trainerin. Dabei ist es mit der Kommunikation im Büroalltag nicht so einfach. 20 Prozent spielen sich auf der sachlichen Ebene ab, doch gewaltige 80 Prozent sind auf der schwer zu fassenden emotionalen Ebene angesiedelt. Es ist wie mit einem Eisberg, dessen eigentliche Masse unter der Wasseroberfläche verborgen bleibt. Genau das müssen Chefs im Auge behalten, wenn sie mit Mitarbeitern sprechen. Es schwingt viel Unausgesprochenes mit und das kann zu Missverständnissen führen. Und genau die sind die häufigste Quelle für Konflikte. Zwei Typen gibt es nach Natahlie Krahé: Den Ich-Du-Typen und den Ich-Es-Typen. Der Ich-Du-Typ ist eher gefühlsbetont, warmherzig, der Ich-Es-Typ ist sachlich, faktenorientiert. Der eine fragt „Magst Du mich?“, der andere will wissen „Interessierst Du Dich für meine Sache?“. Die meisten Menschen sind Mischtypen, aber Führungskräfte müssen mit beiden umgehen können, sonst geht die Kommunikation daneben. Ein Tabuthema in Unternehmen ist der Umgang mit Aggressionen. Nathalie Krahé rät, diese Emotionen zuzulassen: „Ärger und Wut bringen uns voran, Aggressionen sind nichts Negatives, sie machen unsere Position klar und machen uns als Mensch greifbar.“ Anders verhält es sich mit den angestauten Aggressionen, die irgendwann explosionsartig ausbrechen und für die betreffende Person meist nachteilig sind. In Konflikten ist es wichtig, die Waage zwischen Wertschätzung und Verletzung zu halten. „Das ist die Kunst, Tacheles zu reden“, so Nathalie Krahé. Und diese klare Sprache führt dann zu mehr Zufriedenheit, Klarheit und Motivation. |













