TOURISMUS - Verbandsvorsitzender Sven Ambrosy will große Projekte vorantreiben
Von Friederike Kloth
Mittwoch, 10. Dezember 2008
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Setzt sich für Leuchtturmprojekte ein: Sven Ambrosy bei seinem Amtsantritt als Landrat 2003.
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Oldenburg - "Denkt man an Niedersachsen, denkt man an Kühe und VW. Zumindest in Bayern." Um das zu ändern, will Sven Ambrosy, Vorsitzender der Touristikverbände Niedersachsen und Nordsee, im Tourismusmarketing auf eine stärkere Heraushebung von großen Projekten setzen. "Wir müssen Hauptdestinationen definieren, das heißt: Leuchttürme setzen. Niedersachsen ist mi dem Harz, der Lüneburger Heide und der Nordsee sehr vielfältig", sagte der Landrat des Landkreises-Friesland (SPD) am Montagabend auf einer Vortragsveranstaltung des Marketing-Clubs Weser-Ems im Horst-Janssen-Museum in Oldenburg.
"Der Tourismus ist der größte Arbeitgeber in Niedersachsen, das wird oft vergessen", mahnte Ambrosy. "312 00 Arbeitsplätze hängen davon ab. Die sind nicht veranlagbar und sehr wertvoll für uns." 516 000 Urlaubsgäste kämen im Jahr alleine nach Friesland. ER könne deshalb nicht verstehen, dass der Tourismus von der Landesregierung vergleichsweise wenig gefördert würde. "69 Millionen gibt es bis 2013, nicht besonders viel, vergleicht man die Summe mit der Förderung beispielweise für die Luftfahrt. Der Tourismus an der Nordsee leidet unter dem Investitionsstau. Dabei sind Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mittlerweile gut aufgestellt", sagte Ambrosy.
Wichtig sei, dass der Tourismusverband Niedersachsen trotz der unterschiedlichen Interessen mit einer Stimme spreche. "Wir müssen unsere großen Projekte voranbringen, zum Beispiel den Masterplan Nordsee. Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Marke Nordsee noch besser bekannt machen", kündigte er an. Im Zuge der hohen Energiepreise würden sich in Zukunft noch mehr Menschen als heute für einen Urlaub in Deutschland entscheiden. "Darauf müssen wir vorbereitet sein." Auch müssten Angebote für ältere Menschen ausgebaut werden. Ein großes Problem sei die schlechte Erreichbarkeit der Nordsee mit dem Fernverkehr der Bahn. "Da hoffe ich, dass sich mit dem Ausbau des Schienennetzes für den Jade-Weser-Port etwas verbessert", sagte Ambrosy.
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