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DIENSTLEISTUNGEN Forscher sieht Teilung in "Discount und Luxus" - Konsumschwäche dauert anDienstag, 2. September 2008WIESBADEN/OLDENBURG/ DPA/RZK - Der deutsche Einzelhandel schiebt wegen stagnierender Geschäfte den "Sommerblues". Der bereinigte Umsatz sank im Juli nach am Montag in Wiesbaden veröffentlichten Angaben des Statistischen Bundesamtes nominal um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf der Basis unveränderter Preise (real) wäre der Umsatz sogar um 1,5 Prozent zurückgegangen. Gegenüber Juli 2007 stagnierten die Umsätze real (nominal plus 3.1 Prozent). "Der August war nicht besser. Da herrschte der Sommerblues", erklärte dazu der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Berlin. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz der vorläufigen Statistik zufolge zwar nominal um 2,2 Prozent. Bei gleichbleibenden Preisen hingegen 0,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres umgesetzt worden. "Wir dümpeln um die Null-Linie herum. Es fehlt der richtige Impuls, damit die Konsumenten die Bremse lösen", sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Einzig wirksames Mittel seien Steuersenkungen. Die Menschen griffen verstärkt zu billigeren Waren und kauften häufiger bei Discountern ein. Das bestätigen auch Forscher. In der Kundenstruktur der Händler und anderer Dienstleister gibt es "deutliche Anzeichen für den Verlust der Mitte". Diese These vertrat Dr. Claudius A. Schmitz, Professor für Marketing und Handel an der Fachhochschule Gelsenkirchen, beim Marketing-Club Weser-Ems. "Discount geht und hochpreisiger Luxus geht. Dazwischen wird es eng", meinte Schmitz. Handel, Dienstleistung und auch das Handwerk müssten sich "klar positionieren". Besonders der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren musste im Juli reale Umsatzverluste hinnehmen, hatte aber mit Ausnahmen der Fachgeschäfte wegen der höheren Preise mehr Geld in den Kassen. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen hingegen die Umsätze binnen Jahresfrist auf der ganzen Linie - nominal um 3,9 Prozent, real noch um 2,0 Prozent. |













