"Auto, Arbeitsplatz und Radio sind unzertrennlich"
Mittwoch, 13. Februar 2008
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Diskutierten über Radio und Marketing: (v.l.) Helmut Loerts-Sabin (Präsident Marketing-Club Weser-Ems), Ina Tenz (Radio FFN) und Grit Leithäuser (Radiozentrale)
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OLDENBURG - Obwohl sich das Mediennutzungsverhalten der Bürger wandle, biete das Radio nach wie vor vielfältige Chancen und Möglichkeiten als Werbemedium. Diese Einschätzung vertrat Grit Leithäuser von der Radiozentrale Berlin bei einem Vortrag vor dem Marketing-Club Weser-Ems im Theater Hof 19 in Oldenburg. Die Radiozentrale ist ein im Frühjahr 2005 von Privatradio-Unternehmen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk gemeinsam gegründetes Projekt, um dem Werbeträger Radio zusätzlichen Schub zu verleihen.
"Das Radio ist noch vor dem Fernsehen das meistgenutzte Medium in Deutschland", sagte Leithäuser. Im Schnitt liefe das Radio bei jedem Bürger pro Tag 252 Minuten. Sie verwies u.a. darauf, dass täglich vier von fünf Bundesbürgern Radio hören. Das Radio sei ein permanenter Begleiter. "Auto, Arbeitsplatz und Radio sind unzertrennlich", sagte Leithäuser.
Zugleich verwies sie darauf, dass sich die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, ändern würden. Medien mit einem Individualanspruch wie Internet und Podcasts, gewännen zunehmend an Bedeutung. Doch auch Medien mit Massenanspruch wie Fernsehen oder Zeitung behielten ihre Stellung. Das Radio biete die Möglichkeit, künftig beide Ansprüche abzudecken, etwa per IP Stream oder Radio über Handy.
Den Wandel vom "Zufallsprodukt zur Marke" zeigte Ina Tenz, Programmdirektorin von Radio FFN, anhand ihres Senders auf. Als Deutschlands heute drittgrößter Privatsender vor rund 20 Jahren erstmals sendete, sei Radio vor allem noch als journalistisches Medium verstanden worden. Die Moderatoren spielten ihre Lieblingsmusik, und Radio sei sehr beliebig gewesen.
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