CeBIT setzt auf Geschäftskunden
Freitag 27. März 2009
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Offis-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel (links) und Marketing-Club-Geschäftsführer Wilhelm Tanke (Mitte) bedankten sich bei Ernst Raue.
BILD: TORSTEN VON REEKEN
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OLDENBURG - Die CeBIT in Hannover, die weltgrößte Computerfachmesse, ist keine "Mustermesse" mehr. Sie kann es nicht mehr sein, wenn sie attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben will. Das erläuterte Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutsche Messe AG, rund 30 Vertretern namhafter Unternehmen aus der Region Weser-Ems am Mittwochabend im Oldenburger Informatikinstitut Offis.
Raue, selbst Präsident des Marketing-Clubs Hannover und Vizepräsident des deutschen Marketing-Verbandes, war einer Einladung des Marketing-Clubs Weser-Ems gefolgt und zeigte auf, wie man durch Fokussierung und Spezialisierung die Qualität eines Produktes verbessern und sich so in Krisenzeiten besser aufstellen kann.
"Wir wollten Marketingexpertise von außen in die Region holen, Kontakte knöpfen und voneinander lernen", sagte Wilhelm Tanke, Geschäftsführer des Marketing-Clubs.
"Messen und die Arbeit an ihnen haben sich grundlegend gewandelt. Früher haben wir Hallen vermietet und Aussteller kamen. Heute kommen Unternehmen, die eine spezifische Klientel ansprechen wollen", sagte Raue. 4000 Aussteller aus 69 Nationen auf 200 000 m2 - die CeBIT sei zuletzt zu groß gewesen. In der Zukunft, so Raue, mässe die Messe "schlanker werden, weniger Besucher ansprechen, aber die richtigen".
Die "Richtigen", das seien zunehmend zahlungskräftige Geschäftskunden und immer weniger Privatkunden, denn: "Handys gibt es heute zum Vertrag dazu und Endverbraucher finden ihre Ansprechpartner in jeder Fußgängerzone." Deshalb werde die CeBIT ihre Türen zukünftig nicht mehr sonntags öffnen und verstärkt auf Business-Lösungen und globale Trends setzen, wie Mobilität und umweltfreundliche Technologien.
Wenn die CeBIT mehr die Kommunikation statt Werbung in den Vordergrund stelle und Stargäste, wie in diesem Jahr Arnold Schwarzenegger, der Messe mehr Glamour verleihen, könne die CeBIT zum "Krisenkiller" werden.
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