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Das Leiden am Werbetinnitus
„Wie werden Werbemittel wirksam?“ – diese Frage interessierte viele Mitglieder und Gäste des Marketing-Clubs Weser-Ems beim Vortragsabend in der Volkshochschule Oldenburg. Experte des Abends: Thomas Selter, Geschäftsführer der G. Selter GmbH & Co. KG in Altena im Sauerland. Sein Unternehmen stellt seit über 175 Jahren Handarbeitsnadeln her und seit über 50 Jahren Werbemittel. „Viele wissen gar nicht, wie sie mit ihren Werbemitteln umgehen sollen“ – so die These des Experten. Aber Werbung sei wichtig, da Produkte, Märkte und Preise immer gleichartiger würden, so Selter. Das Problem: „Wir leiden alle an einem kollektiven Werbetinnitus.“ Soll heißen: Die Reizüberflutung ist enorm bei 60000 Marken, 4500 Werbebotschaften täglich und 2,5 Millionen TV-Spots jährlich. Doch eine gute Botschaft hatte Selter im Gepäck: Im Gegensatz zur Print- und TV-Werbung genießen Werbeartikel bei den Kunden eine hohe Akzeptanz. „Der Empfänger freut sich über das Geschenk und sie vermeiden Streuverluste“, erklärte Thomas Selter. Werbeartikel seien Investitionen in die Sinnlichkeit des Kunden, sie würden Kontakte schaffen und das Verhalten des Kunden beeinflussen, so Selter weiter. Und wie werden Werbemittel wirksam? Durch ihre Einzigartigkeit, ihre anfassbare Botschaft, durch Kundenorientierung und lange Wirkungszeit. „Das alles erzeugt Dankbarkeit“, erklärt Thomas Selter. Aber alle Mühe sei umsonst, wenn die Werbemittel langweilig und einfallslos seien, warnte Selter. Anlass, Ziel und Zielgruppe müssten klar sein, ansonsten seien Werbemittel ohne Wirkung. |














