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„Regionale Wirtschaft selbstbewusst“
Neujahrsempfang IHK-Präsident Harms betont Bedeutung der Industrie – Chance durch MedizinstudiumHarms mahnt Engagement an. DIHK-Chef Driftmann lobt die Flexibilität am Arbeitsmarkt. von Rüdiger Zu Klampen Oldenburg - Die Bedeutung der Industriepolitik in Deutschland und Niedersachsen hat der Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Dr. Karl Harms aus Jever, beim traditionellen Neujahrsempfang der IHK unterstrichen. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass das Gewicht der Industrie verkannt wird“, sagte Harms wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit vor rund 800 Gästen in der Oldenburger Weser-Ems-Halle. Natürlich gelte es, bei allen Investitions- und Ansiedlungsvorhaben die Belange der Anwohner und des Umweltschutzes zu berücksichtigen. „Aber es kann nicht sein, dass jedes größere Vorhaben, das rechtmäßig vorbereitet wird, durch opportunistische Industrieskepsis und Meinungsmache Gefahr läuft, verhindert zu werden“, mahnte Harms (60). Auch werde manches Projekt durch überfrachtete und sich teils widersprechende Planungsgesetze ausgebremst. Es dürfe nicht sein, „dass zwischen Planung und Baubeginn von Infrastrukturprojekten die Zeitspanne einer ganzen Generation vergeht“, so der IHK-Präsident. Er wurde von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet. Harms und Wirtschaftsminister Dirk Bode (FDP) gratulierten McAllister zu seinem 40. Geburtstag. Die regionale Wirtschaft gehe „mit zurück gewonnener Stärke und selbstbewusst ins Jahr 2011“, sagte Harms. Er rief das Land auf, Kurs zu halten, um „unsere bedeutenden Projekte weiter befördern“ zu können. Harms wies auf den für den 5. August 2012 angesetzten Eröffnungstermin für den Jade-Weser-Port hin und wertete die Einrichtung eines deutsch-niederländischen Medizinstudienganges in Oldenburg als „große Entwicklungschance“. Die „European Medial School“ werde die Wirtschaftsentwicklung „positiv beeinflussen“. Harms mahnte weiteres Engagement u.a. für Infrastrukturprojekte wie die Küstenautobahn, den Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven und die Vertiefung der Weser an. Letztere sei „unverzichtbar“. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, forderte angesichts der Euro-Krise „wirksame Regelungen für eine geordnete Staateninsolvenz“ und lobte die erhöhte Flexibilität am Arbeitsmarkt. Zur Finanzierung einer Steuervereinfachung sei die Wirtschaft auch bereit, auf Subventionen zu verzichten. Quelle: NWZ-Online 13.01.2011 BILD: Torsten von Reeken |














