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Motivation durch Ziele – Was die Wirtschaft vom Leistungssport lernen kann!

„Erfolgreich durch motivierende Ziele!“

Ein sommerlicher Abend im Mai am Jadebusen. Viele nette Gäste, ein wunderbares Ambiente und eine unterhaltsame Veranstaltung mit einem fesselnden Moderator und tollen Gesprächen. Klingt perfekt und dürfte keine Wünsche offen lassen. Stellt sich allerdings die Frage, mit welchem Ziel, welchen Erwartungen sich jeder einzelne Gast eingefunden hat? Wer diesen Clubabend besuchte, wollte in erster Linie etwas dazulernen.Etwas mit in den beruflichen Alltag nehmen. Wissen, was die Wirtschaft vom Leistungssport lernen kann und wie man motivierende Ziele schafft. Als Referent für dieses Thema wurde der erfolgreiche Leistungssegler und Unternehmer Dipl.-Ing. Marcus Baur aus Kiel nach Wilhelmshaven eingeladen.

Über die Säulen der Macht fand der Moderator seinen Einstieg in die Thematik. Der berühmte Weg „mit Zuckerbrot und Peitsche“ oder, wie Herr Baur veranschaulichte „mit Karotte und Knüppel“ kann Menschen zwar in Bewegung versetzen, aber langfristig nicht zum Erfolg führen. Anhand der Zahlen einer Gallup-Studie erklärte der Referent, dass viele Arbeitnehmer unmotiviert sind und wenig Sinn in Ihrer Tätigkeit sehen. Demnach sind nur 13 % der Arbeitnehmer als hochmotiviert zu bezeichnen. Arbeitsdruck und Belohnungssysteme können diese Zahlen nur bedingt verbessern. Soll also ein Arbeitnehmer für seine Aufgabe, für ein Ziel „brennen“, so Marcus Baur, sind andere Wege maßgebend. Dem Publikum wurde schnell deutlich, dass sich Menschen über klare Ziele und Visionen motivieren lassen. Der Referent verriet, dass Weltklasseleistungen durch eine autonome Arbeit, also durch Arbeit ohne ständige Kontrollen, durch Können (keine Über- / Unterforderung) und insbesondere durch Sinn bzw. nachvollziehbare Ziele erreicht werden können. Im Gehirn abgespeicherte klare Zielvorstellungen lassen sich mit dem Erreichten vergleichen. Wird dabei eine Übereinstimmung erlangt, kommt es zur Endorphinausschüttung und damit zur Belohnung für den gegangenen Weg. Das Geheimnis liegt in der „Schaffung von motivierenden Zielen“! Und dies gilt, so Herr Baur, sicherlich nicht nur für den Leistungssport.

Stellte man sich an dieser Stelle die Frage, was bitteschön zu berücksichtigen sei, um motivierende Ziele zu formulieren, ließ der anschließende Teil des Vortrags von Herrn Baur keine Fragen offen. Es ist darauf zu achten, dass Ziele spezifisch sinnvoll, messbar, attraktiv, realistisch und zeitgebunden sein müssen. Letztlich ist es zur Zielerreichung unter Motivation unumgänglich, für sich oder seine Mitarbeiter einen Sinn zu finden, in dem was man tut, tun will oder soll.

Der Leistungssegler Marcus Baur verriet seinem lauschenden Publikum letztlich die Grundlagen seines und des Erfolges im Allgemeinen. Auf seinem Weg zur Teilnahme der 49er Segelregatta bei Olympia 2000 in Sydney entsprang die Idee einer Software zur Zielerreichung. Das Olympiaticket ließ sich nur durch die Verfolgung vieler Teilziele erreichen. Hier hieß es, wie auch im Geschäftsleben, den Überblick über seine Ziele und den jeweils erreichten Grad nicht zu verlieren. Die damals handschriftlichen strukturierten Aufzeichnungen der Ziele, Zielzustände und -verknüpfungen von Herrn Marcus Baur bildeten die Grundlage für die Zielmanagementsoftware „Goalscape“, die sich längst nicht nur unter Leistungssportlern einen Namen gemacht hat. So lassen sich softwaregestützt Ziele flexibel anlegen und methodisch verfolgen.

Der Grad des Erfolges allerdings beruht letzten Endes auf

  • Talent,
  • die Bereitschaft eine mögliche Belohnung hinauszuzögern,
  • einem positiven Selbstbild der Vergangenheit, der Lust am Leben und Zuversicht,
  • Leidenschaft,
  • Können,
  • Disziplin (aus Rückschlägen Lernen wollen / Fehler willkommen heißen)
  • zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie
  • Gelegenheiten


Das Zusammenspiel von Motivation, Sinnhaftigkeit und klaren, erreichbaren Zielvorgaben bilden die Grundpfeiler des Erfolgs. Die Vielzahl weiterer Einflussfaktoren bestimmt dann, mit welcher Platzierung wir unser Boot über die Ziellinie bringen. Bleibt abschließend die Frage: „Haben die Clubgäste ihr Wissensziel an diesem Abend erreicht?“ – Ich denke schon!

Text: Olaf Feseck, Presseausschuss des Marketing-Club Weser-Ems e.V.

 

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