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Leben im AlterIch will keinen Seniorenteller - Leben im Alter!Mehr als 40 Gäste konnte der Marketing Club Weser Ems bei seiner monatlichen Vortragsveranstaltung am Montag, den 12. September 2011, im Hause Offis in Oldenburg begrüßen. Den Vortrag hielt Jochen Meyer, Bereichsleiter Gesundheit im Offis. Er wies darauf hin, dass es bekanntermaßen aufgrund der demographischen Veränderungen in Deutschland im Jahre 2060 zu einem Anstieg der über 65-Jährigen auf insgesamt 34 % der Bevölkerung kommen wird. Da dadurch der Generationenvertrag nicht mehr funktioniere, könne die Pflege alter Menschen zukünftig auf keinen Fall nur in Pflegeheimen stattfinden. Dieses sei einfach nicht zu finanzieren. Vielmehr, so der Referent, müsse man darauf setzen, dass die Pflege zukünftig weitgehend zu Hause stattfindet. Das sei auch die bevorzugte Lebensform der Senioren. Offis arbeitet seit Jahren daran, innovative technische Hilfsmittel zu entwickeln, die sowohl die Mobilität und Orientierung erleichtern als auch Wahrnehmungs- und Erinnerungsdefizite teilweise kompensieren. Das würde, so der Referent, zum Erhalt einer selbstständigen Lebensführung beitragen. Grundlage dafür sei ein unaufdringliches Monitoring, das den Betroffenen gewissermaßen unbemerkt überwacht. Beispiele dafür sind Teppiche mit Drucksensoren, die zeigen, ob der Bewohner z. B. gestürzt ist. Durch eine Bestimmung der Aktivität von elektrischen Geräten wie Wasserkocher, Toaster oder Kaffeemaschine ist es möglich, eventuelle Anomalien im täglichen Leben festzustellen. Der Referent gibt zu, dass diese Technik natürlich auch missbraucht werden kann. Daher ist es wichtig, die Bewohner neuartiger altengerechter Wohnungen früh in die Monitoring-Technik einzubinden. So lässt sich das Misstrauen gegenüber neuer Technologien abbauen. Am Ende seines Vortrages lud der Referent in die Muster-Seniorenwohnung ein, die auf dem Gelände von Offis eingerichtet wurde und einige der aktuellen Forschungsvorhaben anschaulich zeigt. |













