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Rügenwalder Mühle - Marketingpreisträger 2010Rügenwalder Mühle erläutert Konzept
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| Erläuterte den Markenaufbau: Godo Röben |
Bad Zwischenahn - Wohl kaum ein Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren als Marke so radikal neu aufgestellt wie der traditionsreiche Wurstwarenspezialist Rügenwalder Mühle (Bad Zwischenahn). Lohn des neuen Konzepts war nicht nur ein kräftiger Umsatzanstieg, sondern auch die Auszeichnung mit dem Marketing-Sonderpreis durch den Deutschen Marketing-Verband 2010. Godo Röben, Geschäftsleiter Marketing bei Rügenwalder, erläuterte den Mitgliedern des Marketingclubs Weser-Ems jetzt bei einem Vortrag in Bad Zwischenahn den in drei Schritten vollzogenen Wandel.
1996, als Rügenwalder mit dem Markenaufbau begann, hatte das Unternehmen noch 400 Artikel angeboten – von Blutwurst über „Muttis Gurkentopf“ bis hin zu Tiernahrung. „Es gab keine Markenpolitik“, sagt Röben. „Es wurde alles gemacht, was der Kunde haben wollte.“ Das Unternehmen selbst sei bei den Verbrauchern aber weitgehend unbekannt gewesen.
Was folgte, war eine radikale Artikelbereinigung. Rügenwalder konzentrierte sich fortan auf den Aufbau fünf großer Marken. Eine schmale Gratwanderung, wie sich Röben erinnert. „Wir wollten wachsen, obwohl wir fast das ganzen Sortiment rausgeschmissen hatten“, sagt er.
Darüber hinaus seien „klare Ziele“ definiert worden. So sollte in einem ersten Schritt unter dem Logo der roten Mühle, dem Werbespot mit einem Reiter und dem Markenspruch „Die mit der Mühle muss es sein“ die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert werden. In einem zweiten Schritt rückte Rügenwalder in den Werbespots die Monomarken in den Vordergrund. Der Erfolg stellte sich rasch ein. Innerhalb von drei Jahren sei die Tonnage fast verdoppelt worden. „Der Glaube an die Kraft der Marke war geboren“, so Röben.
Obwohl sich Rügenwalder in den nächsten Jahren als einer der bekanntesten Hersteller von Wurst- und Schinkenspezialitäten etabliert hatte, leitete das Unternehmen 2009 abermals eine Wende ein. Weg von der Monomarken-Kampagnen hin zu einem Dachmarken-Spot mit TV-Moderator Jörg Pilawa als Werbeträger. Zudem änderte das Unternehmen den Fokus, orientierte sich an den veränderten Bedürfnissen der Verbraucher nach Gesundheit und Sicherheit und entfernte etwa Geschmacksverstärker und Farbstoffe aus den Produkten. „Rationale Botschaften statt heile Welt“, umschreibt Röben die Botschaft. Zudem habe man gerade für jüngere Verbraucher auch verstärkt auf das Soziale Netzwerk Facebook gesetzt.
Quelle: nzwonline.de / Jörg Schürmeyer














